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Erfolgreiche Rehacare für rehaKIND

Das Kompetenzzentrum Kinderreha auf der Rehacare in Halle 4 hat sich bereits beim ersten Mal bewährt: Viele Kinderreha-Hersteller, die Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND eV. und das Kindernetzwerk Aschaffenburg boten u.a. ein breites Spektrum an Informationen für Eltern und ihre Kinder, aber auch für alle Kinderreha-Fachleute, Therapeuten, Fachhändler und Mitarbeiter von Kostenträgern.

Bei der Messe-Eröffnung stellte Prof. Dr. Dr. Hubertus von Voss aus dem Kinderzentrum München klar: Hilfsmittel sind für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen essentiell, um die Krankenbehandlung, Rehabilitation und Wiederherstellung der Gesundheit zu sichern. Mehr als 4 Milliarden Euro pro Jahr geben allein die gesetzlichen Krankenkassen für Hilfsmittel aus. Sie sollen dazu dienen, drohender Behinderung vorzubeugen oder sie zu lindern. Die Verordnung ist in Deutschland nicht vereinheitlicht. Hilfsmittelforschung ist noch ein Fremdwort in der Forschungslandschaft. Der Patient wie auch Hilfsmittel verordnende Ärzte befinden sich in einem Dschungel von Anbietern solcher Hilfsmittel. Rollstühle, Gehilfen, Körperersatzstücke etc. werden produziert, vielfach fehlen Normen und Verordnungskriterien. Gebrauchte Hilfsmittel werden wieder eingesetzt. Die individuellen Bedürfnisse des Patienten können hierbei vielfach nicht berücksichtigt werden.

Für Kinder und Jugendliche fehlen Konzepte, nach welchen Kriterien bei der Verordnung von Hilfsmitteln und Therapien die körperliche Entwicklung und deren Fortschreiten individuell und dann auch krankheitsbezogen zu berücksichtigen ist.

Hilfsmittel sollen den Weg zu Normalität – so weit als möglich – eröffnen, und damit allen Betroffenen Alltagsbewältigung, Autonomie und vor allem auch Partizipation ermöglichen. Krankenbehandlung und spezifische Therapie allein können vielfach solche Wege nicht bahnen.

Z.B.  muss der passende Rollstuhl für zuhause und für die Fortbewegung außerhäuslich sich von der Ausstattung her unterscheiden. Bei der Produktion der Hilfsmittel müssen Materialien verwendet werden, die den Körper nicht zusätzlich schädigen oder verletzen könnten...Leitlinien fehlen bislang, für welche Erkrankungen und Behinderungen und zu welcher Lebenszeit Hilfsmittel Ziel orientiert zu verordnen sind.

Das Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München veranstaltet mit rehaKIND in München vom 20. – 22. April 2007 einen Kongress: HILFSMITTELVERSORGUNG BEI KINDERN BIS ZUM ERWACHSENENALTER: DSCHUNGEL – VIELFALT – QUALITÄT?

Der Kongress soll Weichen stellen für eine zukünftige Qualitätssicherung bei der Verordnung von Hilfsmitteln und deren Herstellung. Rehabilitationsträger, Ärzte und Kliniken müssen ein Interesse haben, die Hilfsmittelkosten zu senken, die Qualität der Verordnung zu optimieren und die Qualität der Hilfsmittel von Seiten der Hersteller zu vereinheitlichen. In Deutschland werden leider noch immer Hilfsmittel verordnet, die unbrauchbar für die Patienten sind, oder von ihnen – weil nicht helfend – nicht angenommen werden können. Hilfsmittel zählen vielfach - weil nicht passend für den Betroffenen - zu Wegwerfobjekten. Eine Solidargemeinschaft kann sich solchen „Luxus“ nicht leisten.

 
Specials   rehaKind bündelt Kräfte in der Versorgung



 

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