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Vorstellung und Porträt Anette Jablonski - eine körperbehinderte Malerin, deren Bilder in der Ausstellung vorgestellt werden.
Anette Jablonski wurde am 14.07.1978 als gesundes Baby in Allenstein, Polen, geboren.
Im Alter von ca. 7 Monaten bekam sie eine Grippe, die sich zu einer doppelseitigen Lungenentzündung entwickelte, währenddessen sie hochgradiges Fieber und Krämpfe hatte.
Man versuchte durch eine Lumbalpunktion (Entnahme von Flüssigkeit oder Gewebe durch Einstich mit der Hohlnadel) des Lendenwirbelkanals ihr zu helfen, wobei Komplikationen auftraten, die zu einer cerebralen Schädigung, die hier zu einer rechtsarmbetonten tetraspastischen Veränderung führten.
Aufgrund dessen, war ihr Leben von einer auf die andere Sekunde komplett anders. Die Entwicklung verzögerte sich, sie konnte nicht laufen. ihr war immer bewusst, dass sie behindert ist. „Ich sah später meine „normalen“ Freundinnen laufen und dachte: warum ich?“ Es war für Annette eine schwierige Zeit in der sie sich zurück zog. Sie konnte bis zum 3-4. Lebensjahr nicht gehen, mit fünf bastelte ihr Vater einen Laufwagen, der hier in Deutschland einem Buggy ähnelte. In Polen gab es zu diesem Zeitpunkt wenige Hilfsmittel. Zusätzlich bekam sie Krankengymnastik.
Einen Kindergarten hat Anette nie besucht, einen integrativen Kindergarten gab es nicht. Schulisch bekam sie Unterricht durch einen Privatlehrer, da das Besuchen einer normalen Grundschule für sie unmöglich war. Überhaupt waren in Polen die Fördermöglichkeiten sehr gering.
Im Jahre 1988 entschlossen sich Ihre Eltern in die BRD umzusiedeln, gerade um bessere Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Tochter zu erreichen.
In Deutschland angekommen wurde Anette Jablonski nach einem IQ-Test, in dem sichergestellt wurde, dass sie nicht über- oder unterfordert wurde, in die Rheinische Schule für Körperbehinderte in Düsseldorf eingeschult. Hier bekam sie neben dem täglichen Unterricht wöchentlich Krankengymnastik bzw. Sprachtherapie durch eine Logopädin. Hier war sie nun nicht mehr alleine mit ihrer Erkrankung, sondern eine von vielen mit einer Behinderung und Rollstuhl.
Es fiel ihr aber nicht leicht dem Unterricht zu folgen, aufgrund der fremden Sprache und des Nichtverständnisses der Lehrer, obwohl dies schon eine Einrichtung war, wo man dieses Verständnis haben sollte um dort überhaupt arbeiten zu können.
Nach der Schule und aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung wechselte Anette in eine Werkstatt für Behinderte, wo sie auch heute arbeitet und gefördert wird. Es war ihr aufgrund der Schwere der Behinderung, der zusätzlichen Sprachbehinderung und barriere nicht möglich eine Berufsausbildung zu absolvieren.
Wohl fühlt sie sich dort nicht und vor allem unterfordert. Sie arbeitet hier in der Montage, tütet bestimmte Dinge ein, nicht gerade spannend und bekommt am Monatsende 100€ dafür.
Kunst ist meine Ausdrucksform